Bezirksregierung Arnsberg

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"Potenziale nutzen - Teilhabe stärken", Arbeitstagung

Zusammenarbeit aller Akteure der Jugendarbeit zur Unterstützung und Einbindung von Vereinen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

 

Termin: 10./11. Mai 2012
Ort: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Frankenstraße 210, Nürnberg.

 

Vereine von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (VJM) sind aus der Jugend(verbands)arbeit nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren sind vielerorts Gruppen, Initiativen, Verbände oder andere Zusammenschlüsse von jungen Menschen mit Migrationshintergrund entstanden, haben sich verstetigt oder sind gewachsen. Hinsichtlich Größe, Verbreitung und Organisationsgrad sind VJM ebenso unterschiedlich wie tradierte Jugendverbände. Eines eint jedoch die meisten VJM: Sie können ihre Potenziale, sich in die Gesellschaft einzubringen, sich zu engagieren und an jugendpolitischen Entwicklungen teilzuhaben noch nicht in dem Maße entfalten, wie es sowohl aus Sicht der Gesellschaft als auch der erreichten Kinder und Jugendlichen wünschenswert wäre.

 

Mittlerweile gibt es viele Aktivitäten staatlicher und nicht-staatlicher Akteure mit dem Ziel, VJM zu stärken, ihnen einen gleichberechtigten Zugang zu Förderung, Einbindung in die Strukturen und Gremien der Jugendarbeit sowie Teilhabe an Jugendpolitik zu ermöglichen. Diese Aktivitäten unterscheiden sich zum Teil stark, abhängig vom Bundesland oder der strukturellen Ebene. In dieser Vielfalt liegt jedoch auch eine große Chance für die Entwicklung der VJM.

 

Im Fokus einer gemeinsamen Arbeitstagung des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ), des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) stehen daher der Erfahrungsaustausch und die Frage, wie staatliche und nicht-staatliche Akteure der Jugendarbeit und -politik nachhaltig zur Stärkung von VJM zusammenarbeiten können.

 

In Fachvorträgen werden die vielfältige Verbandslandschaft von Jugendlichen mit Migrationshintergrund vorgestellt und ein Überblick über Bandbreite, inhaltlichen Fokus, Organisationsgrad und Verteilung von VJM gegeben. In Diskussionsrunden und Workshops soll unter anderem den Fragen nachgegangen werden:

 

  • Welche strukturellen/formalen Schwierigkeiten gibt es bei der Einbindung von VJM in die Jugendarbeit?
  • Welche Erfahrungen und Probleme gibt es bei Anerkennungsverfahren nach § 75 SGB VIII, vor allem bei länderübergreifenden Strukturen?
  • Welche Möglichkeiten und Bedarfe zu Austausch und Vernetzung haben staatliche Akteure?
  • Wie könnte eine Zusammenarbeit der staatlichen Akteure aussehen?
  • Welche Kooperationen zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren der Jugendverbandsarbeit gibt es und wie können diese verstetigt werden?

 

Die Arbeitstagung richtet sich an Vertreter/innen der Jugendministerien der Länder, der Landesjugendämter, der für Integration zuständigen Landesministerien, der kommunalen Spitzenverbände, der bundesweiten Jugendverbände und Landesjugendringe, aber auch an Fachorganisationen sowie Vertreter/innen von VJM.

 

Anmeldungen mit Namen und Kontaktdaten bis Ende Februar an
E-Mail: Jugend-Tagung2012@bamf.bund.de.

Eine Einladung mit ausführlichem Tagungsprogramm wird Ende März erstellt.

 

Mit inhaltlichen Rückfragen und Anregungen können Sie sich an folgende Verantwortliche der Veranstalter wenden:

BAMF
Frau Andrea Mack-Philipp, andrea.mack-philipp@bamf.bund.de

BMFSFJ
Frau Kathrin Neumann, Kathrin.Neumann@bmfsfj.bund.de

DBJR
Herr Christian Weis, grundlagenarbeit@dbjr.de